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Seniorenreise nach Lübeck (10. - 15. 9. 2017)

Eine Gruppe von ca. dreißig unternehmungslustigen Senioren wollte in der Zeit vom 10. bis 15. September 2017 Lübeck und Umgebung besuchen. Lübeck war Standquartier und Höhepunkt der Reise.Holstentor

Nach der langen Fahrt von ca. 600 Km begann die Besichtigung am nächsten Tag, d.11.9. mit einer Überraschung: Ein alter Herr mit Schnauzbart begrüßter uns im Bus in einer für fast alle von uns unverständlicher Sprache. Es war eine Art Mecklenburger Plattdeutsch, das eigentlich nur die Einheimischen verstehen. Er wechselte aber bald in Hochdeutsch und versorgte uns mit einer nicht endenden Flut von Informationen und das für die nächsten drei Tage.

Zunächst eine Rundfahrt in Lübeck. Nach dem ersten großen Bombenangriff im März 1942 war die historische Altstadt stark zerstört.

WasseransichtVon den großen Kirchen mit den berühmten sieben Türmen standen nur noch zwei. Eine davon, die Jakobikirche, wurde besichtigt. Eindrucksvoll war die Kapelle mit dem einzigen Rettungsboot der 1957 im Orkan gesunkenen "Pamir". Von 85 Besatzungsmitgliedern konnten nur sechs gerettet werden. Die anderen Kirchen sind im Lauf der Jahrzehnte wieder aufgebaut worden.

Reisegruppe vor dem RathausDas "Haus der Schiffergesellschaft?, die Versammlungsstätte der Kapitäne und Kaufleute mit der sehr sehenswerten Inneneinrichtung wurde besucht. Die anschließende Rundfahrt mit einem Boot um die Insel, auf der die Altstadt steht, bot viele interessante Ausblicke. Ein Besuch des Historischen Rathauses schloss sich an. Dann war Rast im weltberühmten Café Niederegger mit dem unüberschaubaren Sortiment an Marzipan.

 

Am nächsten Tag brachte uns ein Schiff nach Travemünde, Hafen und mondänes Seebad mit anschließender Busrundfahrt nach Timmendorf, Scharbeutz und anderen Badeorten. Die Saison war vorbei. Es gab nicht sehr viele Besucher.

 

Im RathausAm Mittwoch war ein Besuch des Seebades Boltenhagen und der Hansestadt Wismar. Noch kurz vor Kriegsende, im April 1945 zerstört, hatte sich die DDR mit der Heilung der Schäden viel Zeit gelassen. Man sah neben dem Wiederaufbau noch etliche Schäden, besonders an den großen Kirchen.

 

 

 

ReisegruppeAm Donnerstag war ein Höhepunkt der Reise angesagt: der Besuch des Europäischen Hansemuseums in Lübeck. Mit der sehr guten Führung durch Fachleute durchschritten wir die gesamte Epoche der Hanse vom frühen Mittelalter, der Hohen Zeit im 13./14.Jhdt. bis zum Verklingen im 17. Jhdt.

 

Es war von der Organisation sehr gut, dass an jedem Tag noch Zeit für individuelle Besichtigungen gegeben war. Im StrandkorbDer Wettergott" war uns gnädig und ließ es nur regnen, wenn wir unter Dach waren.

Es war eine sehr gelungene Reise und unseren Reisbegleitern, Herrn Breitenbach und Frau Siebeneicher sei sehr herzlich für alle Arbeit und Mühe bei der Vorbereitung und Durchführung gedankt.

Gedankt sei aber auch allen Reiseteilnehmern für die Pünktlichkeit und Hilfsbereitschaft für andere - also Nachbarschaftshilfe.

 

Uwe Cramer M.A.